Auf dieser Seite finden Sie ab sofort jeden Monat interessante BeitrÀge aus dem Bereich der Naturheilkunde.

Wie immer gelten Pauschalaussagen fĂŒr den gesunden, erwachsenen Menschen.

Im Zweifel fragen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker!

Aus rechtlichen GrĂŒnden weise ich Sie darauf hin, dass trotz guter Recherche jede Haftung fĂŒr eventuelle SchĂ€den ausgeschlossen ist. Ihr Handeln liegt stets in Ihrer eigenen Verantwortung!

 

 

Januar 2019

Der Januar sollte aus meiner Sicht ganz im Zeichen der vorbeugenden Wirkung des Ingwers stehen. Der Winter erfordert ein starkes Immunsystem und innere StabilitĂ€t, um dem Grau der Tage und den Krankheitserregern standhalten zu können. Ebenso wie die ErkĂ€ltungsviren, die uns in dieser Zeit ĂŒberall begegnen, setzt uns der Lichtmangel und die KĂ€lte zu.

Ingwer ist eine Heilpflanze, deren gesundheitlicher Nutzen seit tausenden von Jahren bekannt ist.

Die heilsame Knolle ist ein Kind der WÀrme und trÀgt diese feurige Energie in sich.

Selbst Hildegart von Bingen benutzte schon eine Knolle aus der Inwerfamilie: Den Galgant.

Wie dieser gibt der Ingwer das Feuerelement an uns Menschen weiter um unser Energiesystem zu unterstĂŒtzen. Wenn die Organe genĂŒgend WĂ€rme haben sind sie funktionstĂŒchtig und das Qi ist im Fluss –  damit wird unsere Abwehr gestĂ€rkt.

Die Lunge, der Magen, die Haut und die AbwehrkrÀfte profitieren besonders von der feurigen Energie des Ingwers.

Deshalb ist der Ingwer v o r dem Beginn einer ErkĂ€ltung oder dem Angriff von Magen- Darmviren zu deren Abwehr ein guter Helfer. Bei fiebrigen Erkrankungen, eitrigem Auswurf oder einer LungenentzĂŒndung ist Ingwer durch seine Energie zufĂŒhrende Wirkung kontraindiziert.

 

Die Anwendung des Ingwers ist sehr einfach umzusetzen:

  • Wenn Sie Ihr Fleischgericht oder Ihr Currygericht aufpeppen möchten, können Sie frisch geriebenen Ingwer darĂŒber geben. So wird Ihr Gericht angenehm scharf.
  • Falls Sie gerne Wasser trinken, können Sie mit ein paar Scheiben frisch geschnittenem Ingwer und ein wenig Zitrone/ Orange oder einem StĂŒckchen Mango ein exotisch anmutendes GetrĂ€nk zaubern.
  • Der klassische Ingwertee

    FĂŒr einen klassischen Tee schĂ€len Sie ein StĂŒckchen Ingwer und reiben es auf einer Glasreibe auf.

     

    ÜberbrĂŒhen Sie das ganze mit einem Viertelliter kochendem Wasser und decken Sie den Tee zu damit die Ă€therischen Öle erhalten bleiben. Sie können auch einen Teebeutel zugeben. Geeignet sind zum Beispiel schwarzer oder weißer Tee.

    Der Tee schmeckt auch sehr gut mit Orangensaft oder selbstgemachtem Quittensaft. So gibt es ihn bei uns Zuhause.

  • ErkĂ€ltungstee

    FĂŒr diesen Tee nehmen Sie zusĂ€tzlich zu dem Rezept oben ein kleines StĂŒck Chilli. Diese Mischung fördert die Durchblutung und puscht Ihr Immunsystem hoch. Alternativ können sie einige Pfefferkörner nehmen, die vorher angemörsert werden mĂŒssen. Sie können den Tee je nach Bedarf mit Honig oder Agavendicksaft sĂŒĂŸen.

    Achtung: Diese Mischung ist nicht geeignet wenn Sie einen empfindlichen Magen oder eine MagenschleimhautentzĂŒndung haben. Auch bei kleinen Verletzungen im Mundraum verzichten Sie bitte auf diese Zubereitung. Dieser Tee ist nicht fĂŒr Kinder geeignet!

 

 Viele tolle Teerezeptefinden Sie auf der Seite „ingwerteeseite.de „.

 

Kontraindikationen

  • Akute oder chronische entzĂŒndliche Prozesse  z. B. MagengschwĂŒr oder Sodbrennen
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Schwitzen oder Hitzewallungen
  • Unruhe, NervositĂ€t, Schlafstörungen
  • Trockene Haut, Haare oder eine Verstopfungsneigung mit trockenem Stuhl.
  • Allergie oder UnvertrĂ€glichkeit

 

 

Alles Liebe fĂŒr Sie und bleiben Sie gesund!

 

 

 

Februar 2019

Um den 2. Februar herum nehmen die Tage wieder deutlich zu. Lichtmess, wie dieser Tag auch genannt wird, schenkt uns im Vergleich zur Weihnachtszeit eine ganze Stunde Helligkeit lÀnger.

FĂŒr viele Menschen, bis zu 70% , beginnt jetzt der Übergang vom „Winterschlaf“ zur „FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit“.

Nach dem Motto: „Wenn ich schlafe, geht es eigentlich mit der MĂŒdigkeit….“, schleppen sie sich durch die Tage.

Doch was ist die FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit ĂŒberhaupt?

  • Unter der FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit versteht man eine verringerte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit, die viele Menschen im FrĂŒhling erleben.
  • Es handelt sich hierbei um keine Krankheit, sondern um eine, durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Erscheinung.

 

Woran kann das liegen?

Ich schicke voraus, dass die Ursachen noch nicht völlig geklĂ€rt sind. Trotzdem ist Einiges darĂŒber bekannt:

  • Das Schlafhormon Melatonin und der GlĂŒcksbotenstoff Serotonin sind nach dem Winter nicht ausgewogen
  • Durch den Licht- bzw. Sonnenlichtmangel fehlt Vitamin D3, eine hormonelle Vorstufe von Serotonin. Das Depot hat sich wĂ€hrend des Winters erschöpft. Somit kann nicht ausreichend Serotonin fĂŒr den Körper bereitgestellt werden.
  • In der Diskussion ist auch die AnhĂ€ufung von“ winterlichen Stoffwechselprodukten“. Der Grund hierfĂŒr ist die Verlangsamung der StoffwechselaktivitĂ€t.
  • Zudem wird ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen durch weniger Frischkost und vermehrter Fettzufuhr in ErwĂ€gung gezogen.
  • Die Umstellung  auf „Sommerbetrieb“ benötigt sehr viel Energie. Bei LeberschwĂ€che fehlt die erforderliche Kraft.
  • Der Körper produziert mit zunehmendem Licht verstĂ€rkt Endorphine (GlĂŒckshormone), Testosteron und Östrogene (mĂ€nnliche und weibliche Sexualhormone). Auch das verbraucht Energie.
  • Der Urmensch in uns hat noch immer ein Restbewusstsein fĂŒr einen notwendigen Winterschlaf, den wir aber nicht durchfĂŒhren.
  • Außerdem gibt es „Eulen-und Lerchentypen“. Deren Schlaf – Rhythmus weicht hĂ€ufig von den Anforderungen unseres Lebens weit ab.
  • Zu guter Letzt hat der „moderne“ Mensch sich auch eine hausgemachte Ursache fĂŒr die MĂŒdigkeit erschaffen: Das blaue Licht am PC sorgt fĂŒr Einschlafstörungen und minimiert den Schlaf zusĂ€tzlich. Dies mindert die Wachheit am Tag danach.

 

Was also tun?

Es gibt unterschiedliche AnsÀtze:

Die hĂ€ufigsten RatschlĂ€ge kennen Sie sicher schon zur GenĂŒge: Bewegung an frischer Luft, die Sonne in Maßen genießen, gesunde ErnĂ€hrung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, ausreichend Wasser trinken und rechtzeitig ab ins Bett. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, die es lohnt, auszuprobieren!

  • Leberwickel.
  • Regenerationstee fĂŒr die Leber.
  • Wechselduschen um den Kreislauf anzuregen.
  • Frische WildkrĂ€uter z. B Gundermann, Schafgarbe Vogelmiere, Brennnessel oder Löwenzahn.
  • Rosmarin ist das „Gute-Laune-Kraut“. Naturreines Duftöl in der Duftlampe verdampfen oder getrocknetes Kraut ins Badewasser geben hebt die Stimmung. Menschen mit hohem Blutdruck sollten es beim Schnuppern belassen.
  • Bitterstoffe in der Nahrung erhöhen oder auch als Extrakt einnehmen.
  • BachblĂŒte Wild Rose die BlĂŒte bei Antriebslosigkeit und Resignation. Akut ein Tropfen aus der Stockbottle in ein Glas Wasser und davon mehrmals tĂ€glich einen Schluck nehmen.
  • Ebenfalls gut geeignet sind Walnut oder Olive.
  • Geeignete Heilsteine sind Apatit, Feueropal und Rhodochrosit.
  • Lach-Yoga schenkt gute Laune pur und eine Sauerstoffdusche extra.

 

Und wenn Alles nichts hilft?

  • Die Schlappheit sollte im Laufe des FrĂŒhjahrs abklingen. In der Regel dauert die Umstellung ohne naturheilkundliche UnterstĂŒtzung ca. vier Wochen.
  • Liegt kein Übergewicht oder ausgeprĂ€gter Konsum von Nikotin oder Alkohol vor und ist der Nachtschlaf ausreichend, sollte bei chronischer MĂŒdigkeit ein ausfĂŒhrlicher Gesundheitscheck durchgefĂŒhrt werden.
  • Im Gegensatz zur harmlosen FrĂŒhjahrsmĂŒdigkeit kann MĂŒdigkeit auch auf tiefer liegende medizinische Ursachen hindeuten. Dazu gehören neben anderen Erkrankungen: AnĂ€mie, Diabetes, Nieren- und SchilddrĂŒsenerkrankungen, Herzkrankheiten, medikamentöse Nebenwirkungen, Depressionen und Krebserkrankungen.

         

Sollte die DauermĂŒdigkeit also bestehen bleiben, muss sie abgeklĂ€rt werden!

 

Ich wĂŒnsche Ihnen einen wundervollen Start in den VorfrĂŒhling!

 

 

MĂ€rz 2019

 

Die nĂ€rrische Zeit ist vorbei und traditonellerweise beginnt am Aschermittwoch fĂŒr viele Menschen die Fastenzeit. Was aber hat es damit auf sich? Oft wird ein spiritueller Aspekt mit dem Verzicht auf Nahrung in Verbindung gebracht.

Als Verfechterin der Naturheilkunde sehe ich auch den gesundheitlichen Aspekt des Fastens. Durch die eingeschrĂ€nkte Nahrungszufuhr beginnt der Stoffwechsel innerhalb kĂŒrzester Zeit mit verstĂ€rkter Entgiftung und Regeneration. Schnell stellt sich ein neues Wohlbefinden ein. Ganz wichtig bei jeder Form des Fastens: Bewegen Sie sich und denken Sie ans Wasser, Wasser, Wasser trinken….

In meiner Praxis arbeite ich sehr gerne mit der Form des Basenfastens. Korrekterweise mĂŒsste diese Fastenform „SĂ€urefasten“ heißen, da man sich in dieser Zeit mit basischen Lebensmitteln ernĂ€hrt und auf sĂ€uernde Lebensmittel verzichtet. Die vielzitierte „ÜbersĂ€uerung “ hat ĂŒbrigens nichts mit einer Blutazidose ( ÜbersĂ€uerung im Blut ) zu tun. Es ist die SĂ€ureĂŒberfrachtung im bindegewebigen Raum zwischen den Zellen und manchmal auch in den Zellen damit gemeint.

Wenn Ihr Arzt also der Meinung ist, es gĂ€be bei den meisten Menschen keine ÜbersĂ€uerung, hat er, aus seiner Sicht,  Recht – er denkt nĂ€mlich in Blutparametern und beachtet das sogenannte „Interstitium“ in der Regel gar nicht. Als Heilpraktikerin möchte ich aber an der Ursache des Problemes meiner Patientientinnen und Patienten arbeiten und dabei spielt die Gewebe – ĂŒbersĂ€uerung sehr wohl eine große Rolle.

Auch beim Basenfasten gibt es einiges zu beachten. Daher ist es am Besten, Sie nehmen an einer betreuten Fastenkur teil. Bitte beachten Sie hierzu mein Seminarangebot unter “ Termine“ !

 

Es gibt unterschiedliche traditionelle Fastenformen. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl.

Bitte beachten Sie, dass nicht jede Fastenform fĂŒr alle Menschen geeignet ist. Kinder, Schwangere und stillende MĂŒtter sollten ebensowenig fasten wie Menschen mit einer Essstörung. Bei Erkrankungen sprechen Sie bitte Ihren Arzt auf Ihr Fastenvorhaben an. Er sollte jedoch bereits Erfahrungen mit Fastenkuren gemacht haben.

 

Basenfasten:

Beim Basenfasten verzichten Sie freiwillig auf Getreide  und  Eiweiße.

Ihre ErnĂ€hrung ist also sĂ€urereduziert. Leere Mineralstoffdepots fĂŒllen sich wieder, Stoffwechselfunktionen können besser ausgefĂŒhrt werden. Dabei wird der Raum zwischen den Zellen entsĂ€uert und der ganze Organismus wird  wieder besser versorgt und entsorgt.

Dabei kommt es nicht darauf an, wie die Lebensmittel schmecken sondern wie sie verstoffwechselt werden. Eine frische Zitrone schmeckt zwar sauer, sie wirkt aber entsÀuernd auf den Körper.

WĂ€hrend der Fastentage sollten Sie zum FrĂŒhstĂŒck verschiedenes Obst essen- auch in Form von frischem Saft,  zu Mittag Salat oder GemĂŒse und am Abend GemĂŒse.  Dabei ist es wichtig, sich quer durch den „GemĂŒsefarbgarten“ zu essen. So nehmen Sie neben den vielen Basen auch Vitamine und sekundĂ€re Pflanzenstoffe auf, die Ihren Organismus schĂŒtzen.

 

Heilfasten nach Hildegard von Bingen:

6 – 10 Tage lang wird eine Fastensuppe aus Dinkel mit KrĂ€utern und GemĂŒsen getrunken.

Galgant spielt in der Hildegardmedizin bei den GewĂŒrzen eine große Rolle. Er entkrampft und entstaut. Ebenso wichtig ist das Trinken von abgekochtem Wasser und Fencheltee. Die Darmreinigung mit Glaubersalz ist notwendig, Leberwickel unterstĂŒtzen die Leberfunktion. Meditation gehört selbstverstĂ€ndlich zur seelisch – geistigen Reinigung dazu und bringt Ihnen innere Ruhe und Kraft.

 

Heilfasten nach Buchinger:

Neben dem Fasten steht hier die Kombination von Bewegung  und Ruhe im Vordergrund.

HauptsĂ€chlich bestehen die anfĂ€nglichen Überganstage aus Kohlehydraten, einer geringen Menge Eiweiß, Fette sind verboten. Dann gibt es morgens Tee, mittags GemĂŒsebrĂŒhe und abends Saft.

Je nach Verfassung ist etwas Magerjoghurt, Milch, Buttermilch, warmer Hafer- oder Reisschleim erlaubt.

 

Heilfasten nach F.X.Mayr:

Diese Fastenform soll Sie nicht nur entschlacken und entlasten sondern vor allem den Kauvorgang schulen. Intensives Kauen und Einspeicheln der Nahrung tragen zu Ihrer Gesunderhaltung bei. Es werden morgens und mittags nur Âœ bis 3 altbackene Semmeln und ÂŒ l Milch verzehrt. Dabei wird gekaut bis ein sĂŒĂŸlicher Brei entsteht.

 Viel Trinken, Darmreinigung; Darmmassagen, Leberwickel und Bewegung sind Bestandteil der Kur.

 

Heilfasten nach Breuss:

Das meint ein extremes Saftfasten ĂŒber 6 Wochen, wichtig sind spezielle Teekombinationen um Demineralisierung zu verhindern. Diese Fastenkur sollten sie nur unter Aufsicht eines erfahrenen Heilpraktikers oder fastenaffinen Arzt durchfĂŒhren.

 

Molkekur:

Hier wird die feste Nahrung durch 1bis 1,5 Liter Molke ersetzt. KrÀutersaft und Wasser ergÀnzen die Kur.

Ein Molketag zwischendurch ist gut fĂŒr Haut und Haar und lĂ€sst Sie heller strahlen.

 

Saftfasten:

1-2 Tage lang wird Nahrung durch Saft ersetzt. Darmreinigung durch Glaubersalz gehört dazu.

 

Schroth Kur

Bei diesem Teilfasten essen Sie kleine Mengen Getreide in Form von altbackenen Brötchen oder Brot und GemĂŒse in Form von Suppen. Sie dĂŒrfen bis zu 1200 Kilokalorien pro Tag zu sich nehmen. Trinktage wechseln sich mit Trockentagen ab. Dadurch soll die Reinigungswirkung auf den Organismus besonders groß sein. An drei Trinktagen pro Woche wird außer einem achtel Liter Wein ( oder Traubensaft ), der in kleinen SchlĂŒcken eingenommen wird, nichts getrunken. 

Notwendig bei einer Schroth-Kur ist der Dunstwickel. Dabei wird der Körper in feucht-kalte TĂŒcher eingewickelt um so die Durchblutung anzuregen.

 

Intervall Fasten

Im Trend ist derzeit das sogenannte “ Intervall – Fasten“. Damit ist gemeint, dass Sie essen wie gewohnt, die Zeit der Nahrungszufuhr jedoch begrenzt ist.

Beim 16:8 Fasten isst man 8 Stunden lang und hĂ€lt bis zur nĂ€chsten Mahlzeit 16 Stunden Pausen ein. Nach einer kurzen Übergangszeit ist diese Fastenform einfach durchzufĂŒhren und, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, durchaus alltagstauglich.

Die andere Variante ist das 5:2 Fasten. Das bedeutet, dass Sie an 5 Tagen ganz normal essen, an 2 Tagen die Kalorienzufuhr auf maximal 500 fĂŒr Frauen und 800 fĂŒr MĂ€nner. An diesen Tagen steht nur leichte Kost auf dem Speiseplan: GemĂŒse, Salat, Obst und geringe Mengen Eiweiß. Auf zuviel Fett und schnell verdauliche Kohlehydrate wird komplett verzichtet.

Wie immer beim Fasten gilt: Wasser, Wasser, Wasser trinken….

 

 

Jeder bestandene Fastentag stÀrkt das Selbstbewusstsein!

 

 

 

April 2019

Der April steht ganz im Zeichen der entschlackenden und blutreinigenden WildkrĂ€uter, die zum GlĂŒck in weiten Teilen unseres Landes noch immer in lĂ€ndlichen Regionen zu finden sind. So manches Wildkraut ist auch in urbanen Gebieten zu finden doch ist von der Verwendung dort hĂ€ufig wegen unsauberen VerhĂ€ltnissen oder Belastung durch Feinstaub abzuraten.

WĂ€hrend es weltweit ungefĂ€hr 50.000 Heilpflanzen gibt, von denen bereits ca.15.000 in ihrem Bestand bedroht sind ( Bundesamt fĂŒr Bildung und Forschung ), gibt es in Deutschland 440 verschiedene heimische Heilpflanzen. 75 davon werden sogar fĂŒr den Verkauf kultiviert.

Weltweit haben Menschen ĂŒber die Zeiten HeilkrĂ€uter verwendet.

Im Papyrus Elbers, das vermutlich 1600 v. Christus entstand, wurden die bekanntesten Ă€ltesten schriftlichen Aufzeichnungen zur Verwendung von HeilkrĂ€utern entdeckt. Doch auch vorher schon gaben die Menschen ihr Wissen um die Heilwirkung von KrĂ€utern in mĂŒndlicher Form weiter. Ötzi, die Gletschermumie trug bereits vor ca. 5300 Jahren einen Beutel mit KrĂ€utern und Heilpilzen mit sich. Doch scheint das Wissen um die Heilwirkung von Pflanzen und ihrer teilweise spirituellen Bedeutung weit Ă€lter zu sein. In annĂ€hernd 60.000 Jahre alten HĂŒgelgrĂ€bern wurden bereits Überreste von KrĂ€uterbeigaben gefunden.

Von der Antike bis in unsere Zeit  gab es immer wieder herausragende Menschen, die den Kranken halfen und dazu die Mittel ihrer Zeit benutzten: Die HeilkrÀuter.

  • Hippokrates, der große Arzt der Antike, befasste sich bereits im 5.Jh. v. Chr. mit der Heilwirkung der KrĂ€uter.
  • Im 1. Jh. n. Chr. schrieb Pedanius Dioskorides bereits ein mehrbĂ€ndiges Werk . Unter anderem sind dort mehr als 600 Heilpflanzen aus dem Mittelmeerraum aufgefĂŒhrt.
  • Cajus Pinius Secundus zeichnete ebenfalls im 1. JH. n. Chr. das naturgeschichtliche Wissen seiner Zeit in einer EnzyklopĂ€die auf. Diese antiken Kenntnisse ĂŒber Pflanzenheilkunde wirkten bis ins Mittelalter hinein.
  • Der römische Arzt Galenos aus Pergamon ( Galen ) korrigierte die pflanzlichen Arzneimittelanwendungen im 2. Jh. n. Chr. wesentlich. Diese Aufzeichnungen wurden zur Richtschnur der mittelalterlichen KrĂ€utermedizin.
  • Das benediktinische Mutterkloster „Monte Casino“ in Italien war vom 6. – 12. Jh. n. Chr. Ausgangspunkt der Verbreitung der abendlĂ€ndischen Medizin in Europa durch die Benediktiner Mönche. Es war die hohe Zeit der Klostermedizin.
  • Im 9. Jh. n. Chr. lebte der Abt Hortolus des Walahfried Strabo auf der Insel Reichenau. Sein ĂŒberliefertes Gedicht „De cultura hortorum“ beschreibt die Pflege, den Anbau und die Heilwirkung von 24 Heilpflanzen.
  • Die Heilige Hildegard von Bingen beschrieb im 12. Jh. n. Chr. in ihren Werken „ Causae et curare“ sowie der „Physica“ Pflanzen und ihre Wirkung bzw. deren NĂ€hrwert.

 

Auch in jĂŒngerer Zeit gab es diese großartigen Helfer der Menschheit:

  • In einem seiner naturheilkundlichen Werken beschreibt der Theologe, Naturforscher und Philosoph Albertus Magnus im 13. Jh. n. Chr. ĂŒber di Botanik, den Gartenbau und die Arzneipflanzen. Unter anderem schreibt er:  “ Hinter dem Rasen aber herrsche eine Vielzahl von Medizinal- und KĂŒchenkrĂ€utern
.“
  • Paracelsus ( 1493 – 1541) fĂŒhrte die chemisch hergestellten Medikamente in die Medizin ein, behandelte aber auch mit HeilkrĂ€utern. Er vertraute den KrĂ€uterweibern seiner Zeit weit mehr als den ĂŒberlieferten Lehren. Obwohl er eine Weile UniversitĂ€tsprofessor in Basel war wurden seine Arbeiten erst nach seinem Tod anerkannt. Er war seiner Zeit voraus.
  • Um 1445 wurden die ersten KrĂ€uterbĂŒcher gedruckt. Hironymus Bock, Leonhart Fuchs und Otho Brunfels beschrieben als „VĂ€ter der KrĂ€uterkunde“ KrĂ€uter und deren Verwendung in der Volksheilkunde.
  • Die Herausgabe des „Hortolus“ im Jahre 1484, in lateinischer Sprache, von Peter SchĂ€fer, einem Mainzer, zog den Druck zahlreicher KrĂ€uterbĂŒcher nach sich.
  • Im 18. und 19. Jh.  kam es zur Hochphase der KrĂ€uterbehandlungen. Ärzte und Laien erweckten die Naturheilkunde neu.
  • Sebastian Kneipp widmete sich im 19. Jh. neben seinen Wasseranwendungen auch der Wirkung von KrĂ€utersĂ€ften und KrĂ€utertees.
  • Das KrĂ€uterbuch „Chrut un Unchrut“ des schweizer Priesters Johann KĂŒnzle erschien 1911. Inspiriert wurde KĂŒnzle vom KrĂ€uterbuch des Jacob Theodor Tabernakel.
  • Durch Funk- und Fernsehen wurde Eva Aschenbrenner mit Ihren BĂŒchern und ihrem großen Wissensschatz ĂŒber die HeilkrĂ€uter in Bayern in unserem Jahrhundert bekannt.
  • Heute gibt es viele Publikationen zum Thema Pflanzenheilkunde. Manche Pflanzen werden noch immer aus der Erfahrungsheilkunde heraus angewendet. FĂŒr viele Heilpflanzen liegen aber mittlerweile bestĂ€tigende Forschungsergebnisse vor.
  • Die Anwendung der standartisierten Heilpflanzen – PrĂ€parate ( Wirkungen, Neben – / Wechselwirkungen, Gegenanzeigen und Einnahmevorschriften ) wird in Deutschland von der Arzneimittelkommision E ĂŒberwacht       

Durch die Gesundheitsreform 2004  bekamen Patienten Heilpflanzen – Verordnungen meist nicht mehr ersetzt und obwohl ĂŒber viele Jahrtausende hinweg die Anwendung von HeilkrĂ€utern oft ĂŒber Leben und Tod entschieden und viele modernen Arzneimittel aus den Inhaltsstoffen von Heilpflanzen entwickelt wurden, gingen Verordnungen und damit die Anwendung zurĂŒck. Dadurch wurden viele „Pytopharmaka“, wie pflanzliche Heilmittel auch genannt werden, vom Markt genommen. Viele dieser Mittel sind fĂŒr uns nur noch ĂŒber Österreich oder die Schweiz zu beziehen.

Welch ein GlĂŒck, dass es in der Natur viele unserer HeilkrĂ€uter noch gibt.

Wie Eingangs erwĂ€hnt, ist der FrĂŒhling die Zeit der blutreinigenden KrĂ€uter. In eine Teemischung gibt man klassischer Weise zwischen 3 und 9 verschiedene KrĂ€uter. Sie können die meisten der folgenden KrĂ€uter fĂŒr Tee aber auch als Zugabe in GemĂŒsen, Suppen oder Salaten verwenden.

Nehmen wir zum Beispiel den Gundermann. Er ist ein Heilkraut, dass annĂ€hernd in jedem naturnahen Garten wĂ€chst. Er wirkt durch seine Bitterstoffe anregend auf die Leber-Galle Funktion. Sie können BlĂ€tter, Triebspitzen und BlĂŒte frisch ĂŒber Salaten oder Suppen verwenden oder einem Blutreinigungstee beimischen.

Das GĂ€nseblĂŒmchen ĂŒberrascht mit seiner heilkrĂ€ftigen Vielfalt. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthĂ€lt auch dieses PflĂ€nzchen Bitterstoffe, die uns im FrĂŒhjahr guttun. BlĂ€tter, Knospen und BlĂŒten können sie sowohl in ihre Speisen geben als auch zu Tinkturen oder Tee verarbeiten. Der ganze Stoffwechsel kann vom GĂ€nseblĂŒmchen profitieren. Haut und Atemwege werden Ihnen die Anwendug danken.

Wenn Sie den Ehrenpreis, in unserer Gegend auch „WetterblĂŒmchen“ genannt in ihren Tee mischen, haben Sie eine weiter UnterstĂŒtzung fĂŒr die Blutreinigung. Diese Pflanze regt die Verdauung an und hilft bei Hauterkrankungen. Vom Ehrenpreis können Sie BlĂ€tter und BlĂŒten verwenden.

Die Königin der Heilpflanzen ist die Brennnessel. BlĂ€tter, Samen und Wurzeln tragen große HeilkrĂ€fte in sich. FĂŒr eine FrĂŒhjahrskur eignen sich die BlĂ€tter. Diese können Sie fĂŒr Tee und auch als GemĂŒse verwenden oder einem Smoothy beimischen. Brennnessel wirkt entschlackend, blutreinigend,entzĂŒndungshemmend, die Hormonbildung in der BauchspecheldrĂŒse wird angeregt und die NierentĂ€tigkeit ebenso. Auch bei Prostataleiden tut sie gute Dienste. Die Pflanze wirkt entgiftend und entsĂ€uernd. Sie sollten die Brennnessel nur kurmĂ€ĂŸig bis zu 3 Wochen anwenden da sie Kalium mit ausschwemmt.

Der harntreibende, blutreinigende Löwenzahn ist wohl den meisten Menschen bestens bekannt. Sie können sowohl die BlĂ€tter als auch die Wurzel verwenden. Löwenzahn unterstĂŒtzt die Leber und die Galle und wirkt darĂŒber auf die Stoffwechselfunktionen und die Entgiftung. Auch bei Theuma und Gicht leistet er gute Dienste. Löwenzahn sollte in keinem FrĂŒhjahrstee fehlen. Wegen der Bitterstoffe sollten Sie Löwenzahn öfter in ihre Nahrung einbauen.

Wiesenlabkraut regt die NierentĂ€tigkeit und die LymphtĂ€tigkeit an. Es hilft so bei der Entgiftung des Körpers. Sie können das frische Triebspitzen und BlĂ€tter in Suppen und Salaten verwenden. Die Anwendung in Tees ist unĂŒblich.

Das frische Kraut der Knoblauchsraukeist sehr gut als GewĂŒrzkraut einzusetzen. Wie der Name schon ankĂŒndigt, riecht und schmeckt es leicht nach Knoblauch. Klassischerweise dient es der Blutreinigung indem es die Verdauung und die Harnausscheidung fördert.

Die BlĂ€tter und Beeren der Walderdbeere sind harntreibend und unterstĂŒtzen die Leber-Galle Funktion. Sie können gut tund als Tee verwendet werden. Da sie auch krĂ€ftigend wirken, geben sie uns Power fĂŒr den Start ins FrĂŒhjahr.

Die jungen BlĂ€tter des Barbarakrautes können roh verzehrt werden, ĂŒber Salate gegeben werden oder wie Spinat gekocht werden. die enthaltenen Bitterstoffe fördern die Verdauung sowie die Blutreinigung. Als Tee wirkt es der ÜbersĂ€uerung entgegen und kann daher gut zur FrĂŒhjahrskur verwendet werden.

 

Bei allen KrĂ€uteranwendungen mĂŒssen Sie unbedingt auf individuelle UnvertrĂ€glichkeiten oder Allergien RĂŒcksicht nehmen. Verwenden Sie stets nur KrĂ€uter die sie zweifelsfrei erkennen. PflĂŒcken, Sie nur abseits von stark befahrenen Straßen und an einem sonnigen Tag zwischen 11 und 14 Uhr. Nehmen Sie nur so viel, wie Sie brauchen damit die Pflanzen sich wieder erholen können.

Bitte transportieren Sie die KrÀuter luftig und verwenden Sie diese frisch. Sie können die KrÀuter meist auch in der Apotheke kaufen.

 

Übrigens:

JĂ€hrlich werden „Heilpflanzen des Jahres“ ausgelobt. In diesem Jahr ist es das Johanniskraut, Hypericum perforatum, auch Herrgottskraut genannt.