Winterzeit ist Wasserzeit

Wasserzeit? Nein, damit ist nicht der ersehnte Schnee gemeint…, die Winter – Wasserzeit entspricht der Elementen – Zuordnung der Jahreszeiten innerhalb der traditionellen chinesischen Medizin, kurz TCM genannt.

Diese uralte Zuordnung im 5 Elementen – System ist leicht nachzuvollziehen, wenn man an die Kälte der Wintertage und die Feuchtigkeit in Form von Regen, Niesel, Raureif oder Schnee denkt. Sie findet sich auch in der entsprechenden Zuordnung der Organe wieder: Niere und Blase haben im Winter Hochsaison.

Das Element Wasser steht im winterlichen Kontext für die Stille, den Rückzug, das Ansammeln neuer Kräfte für das neuerliche Erwachen und Wachstum des zu erwartenden Frühlings. Der Winter des Menschen, gerechnet an Lebenszeit, bedeutet jedoch die Weisheit des Alters, den Rückzug von der Welt und Abschied nehmen von Lebensplänen mit der, hoffentlich bewussten,  Ausrichtung zum Lebensende hin.

Entsprechend dem Lichtmangel der „dunklen Jahreszeit“ ist die Nacht der Wasserzeit zugeordnet.

Wenn wir unsere „Wasserorgane“ genauer betrachten, erklärt sich manches unangenehme „Wintersymptom“ ganz von selbst:

Die Nieren stehen als paarige Organe für Beziehungen und gelten als Speicher der Lebensenergie des Menschen. Gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit sehnen wir uns doch nach Wärme, Nähe und Licht. Da kommen die gemütlichen, kerzenbeleuchteten Winterabende in Familie und Feundeskreis gerade recht. Das stärkt und nährt unsere Nierenenergie und gibt uns Mut, Kraft und Zuversicht, den Winter gut zu überstehen.

So hat die Angst, der größte Feind der Nieren, weniger Angriffspunkte.

Auch mit der entsprechenden Ernährung können wir unsere Nieren unterstützen:

Ein warmes Frühstück z. B. aus Haferflocken oder Hirse stärkt unsere Nieren ebenso wie  getrocknete Früchte als Snack zwischendurch                  ( Datteln etc. ).

Wer zur Hauptmahlzeit immer wieder eine kräftigende Suppe aus mäßig gesalzener Rinderbrühe zu sich nimmt, Eintöpfe und Aufläufe aus orange- roten Gemüsesorten wie Kürbis oder Karotten oder auch dunklen Gemüsesorten wie schwarzen Bohnen isst, pflegt seine Nieren auf angenehme Art und Weise. Eine Prise Zimt oder Ingwer in Tee oder Nachtisch unterstützt die wärmende Wirkung. Wie wäre es wieder einmal mit einem selbstgekochten Kompott aus Kirschen mit Schlagrahm und ein wenig Zimt?

Ein Verzicht auf kühlende Lebensmittel versteht sich hier von selbst und erkärt sich aus der vorstehenden Beschreibung heraus.

Eine weitere Möglichkeit, seine Nierenenergie zu stärken, besteht in einer Reise ans Meer. Die Erholung und Entspannung bauen Stress ab und beugen Schlafmangel vor. Dies ist wichtig, um unsere Nierenenergie zu bewahren und uns gesund zu erhalten. Die Energie des Salzes im Meer trägt zu dieser Klärung und Reinigung bei. Auch ein kurzes Solebad mit anschließender Nachruhe in angenehmer Wärme erfüllt diesen Zweck für Alle, die nicht verreisen.

Die Nierenleistung macht nur Sinn mit einer gut funktionierenden Blase da unsere Wasserorgane den Wasserhaushalt im Körper regulieren.

Ist unsere Ausscheidung über das Wasserorgan Blase beeinträchtigt, leiden wir in unserer Gefühlswelt an Eifersucht, Missgunst und Neid. Das Gefühl von innerer uns äußerer Kälte macht sich breit.
Körperlich äußert sich die Störung im Wasserelement häufig in Ohrenschmerzen. Diese widerum sind ein häufiges Symptom zur Zeit der winterlichen Erkältungskrankheiten.

Fazit:

Winterstürme, Kälte und  Feuchtigkeit und Dunkelheit verlangen dem Immunsystem, unserer Psyche und unseren Wasserorganen jede Menge ab.

Ein Mangel in der Energieversorgung öffnet Infekten Tür und Tor. Sorgen wir also für Energiepflege!

 

Ăśbrigens:

Dauerhafte Störungen im Wasser – Element fĂĽhren zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen bei Kindern. Erwachsene können ebenfalls vielfältige gesundheitliche Probleme von Schlafstörungen und SchweiĂźausbrĂĽchen, kalten Händen und FĂĽĂźen, ĂĽber Libidomangel bis hin zu Knie- oder RĂĽckenschmerzen uvm. haben.