Der Nutzhanf
Um es gleich einmal vorweg zu sagen:
Nutzhanf ist nicht berauschend, er hat deutlich weniger THC als Hanf, der gemeinhin als Cannabis bekannt ist. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschirtschaft, Forsten und Tourismus ordnet den Nutzhanf als vielfältige Pflanze ein, die als Baustoffe, Papier, Nahrungsmittel, Textilfaser und als Medizin dient.
Die ĂĽbliche Bezeichnung fĂĽr den Nutzhanf ist Cannabis sativa. Die weiblichen Pflanzen bauen in den BlĂĽten das THC.
Cannabis enthält mehr als 120 Cannabinoide. Diese Stoffe können an verschiedenen Rezeptoren im Körper, am sogenannten Endocannabinoid System, andocken. Je nachdem werden unterschiedliche biochemische Wirkungen, z. B. geminderte Schmerzempfindung, erzeugt. Bisher wurden allerdings noch nicht viele Cannabinoide erforscht.
Im Nutzhanf sind auch Flavonoide zu finden, die entzĂĽndungs- und krebshemmnd wirken.Â
Das aus den Samen gewonnene Hanföl wird medizinisch wegen der antientzĂĽndlichen Wirkung hauptsächlich zur Behandlung von gereizter, entzĂĽndlicher Haut benutzt.Â
Terpene sind weitere Inhaltsstoffe der Cannabis Pflanze z. B. Limonen, Pinen, Myrcen, Linalool und Humulen.
Von Linalool, das auch im Lavendel enthalten sind, weiß man, dass es beruhigt, entspannt, die Stimmung ausgleicht und den Schlaf, bezogen auf Einschlaf- und Durchschlafstörungen, fördert.
Das ist der Grund, warum der Hanf einen Platz in der Reihe der Pflanzen findet, die gegen Angst und Stress helfen.Â
Wer einen legalen Versuch mit dem gering dosierten Wirkstoff starten möchte, findet in Deutschland frei verkäufliche Produkte wie Öl, Tee, Kaugummi, Kapseln oder Kosmetika mit einem THC-Wert unter 0,2%.
Was die Anwendung anbelangt, solltest du dich langsam an das Ă–l, das in verschiedener Dichte angeboten wird, herantasten.
Wie es wirkt hängt nicht nur von der Dosis sondern auch von der Regelmäßigkeit der Einnahme ab. In einer guten Apotheke bekommst du sichere Ware und kostenlos eine gute Beratung dazu.
Die Einnahme eines CBD-Präparates sollte mit dem Hausarzt abgeklärt werden denn es gilt Einiges zu beachten:
Nur herzgesunde Menschen dürfen es einnehmen. Auch Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen, Störungen im Immunsystem oder bei Epilepsie dürfen CBD nicht einfach einnehmen. Dasselbe gilt bei der Einnahme von Medikamenten wie Blutdrucksenkern (niedrigem Blutdruck) oder Blutgerinnungshemmern. Für Schwangere, Stillende und Kinder ist es ebenfalls kontraindiziert.
Wenn du Cannabis rauchen willst:
In Deutschland ist der Besitz von 50 Gramm ZUHAUSE legal. In der Öffentlichkeit darfst du nur 25 g mit dir führen. Beide Angaben gelten nur für Personen ab 18 Jahren. Es wirkt psychoaktiv und berauschend. Häufig ist es eine Einstiegsdroge und manche Menschen tragen schon nach dem ersten Konsum einen ernsthaften psychischen Schaden davon. Selbst wenn das Risiko der Abhängigkeit mit Alkohol und Nikotin verglichen wird, sollten wir doch schonungslos anerkennen, dass es in unserem Land einerseits genügend Alkohol kranke Menschen und den daraus resultierenden Problemen gibt und andererseits sehr viele Personen, die Aufgrund des Rauchens lebensbedrohlich erkrankt sind oder an den Folgen sterben.
Persönlich halte ich vom „TĂĽte“ rauchen also gar nichts….
Ăśbrigens:
Höher dosiertes Cannabidiol ist in Deutschland verschreibungspflichtig.Â
Bei psychiatrischen Angsstörungen dürfen Ärzte seit 2017 Cannabis mit Cannabidiol verordnen wenn andere therapeutische Maßnahmen nicht greifen.
Schulmedizinisch findet es auch bei massiven Schmerzen, Aids, MS und schmerzhaften Krebsleiden Verwendung.
Ihr seht also, der Hanf ist ein sehr spannende Pflanze und es bleibt abzuwarten, was die Forschung noch Alles entdeckt….

Das war nun also die letzte Pflanze aus der Reihe der pflanzlichen Helfer bei Stress, Angst und Unruhe.
Im nächsten Jahr gibt es das Thema Akupunkturpunkte und damit weitere Hilfe zur Selbsthilfe. Alles Liebe euch!