Akupunkturpunkte

Vielen Menschen ist mittlerweile die Akupunktur als Therapie bekannt. Die meisten Leute wissen, dass es Akupunkturpunkte gibt, die man mit Nadeln stechen kann. Das ist auch in etwa die Ăśbersetzung des Begriffes“Akupunktur“ denn es heiĂźtsoviel wie „Nadelstechen“. Beim Nadelstechen löst man Blockaden, die den regelhaften Energiefluss im Körper beeinträchtigen und so zu Krankheiten und Störungen fĂĽhren können. Es gibt wohl an die 2000 verschiedene Akupunkturpunkte, meist wird mit 361 davon gearbeitet. Dazu sticht man die Akupunkturnadeln in die Punkte, die aktivierend oder sedierend (beruhigend) wirken können. Je nach Punkt und Punktekombinationen werden unterschiedliche Bereiche und Wirkungen im Körper erreicht.

Seit der Entdeckung der 12 paarigen Hauptmeridiane (Leitbahnen, es gibt noch weitere Meridiane) und den darauf sitzenden Akupunkturpunkten durch die Chinesen vor ca. 3000 Jahren ist lange Zeit vergangen.

Nachdem die europäischen Mediziner zunächst mehr als skeptisch dieser Therapieform gegenüber standen, hat sich das gewandelt. Mittlerweile weiß man nämlich, dass die Akupunkturpunkte nachweislich einen niedrigeren Hautwiderstand haben als die sie umgebende Haut. Wie genau sie allerdings wirken, wird noch erforscht. 

Akupunktur wird heutzutage in vielen Fällen sogar von der Krankenkasse bezahlt. Als Beispiel möchte ich hier Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule oder des Knies anführen. 

In der klassischen Akupunktur wird nach sogenannten Nadelrezepten gearbeitet und die Nadeln werden in die jeweiligen Akupunkturpunkte gesetzt. Es wird auch nach Pulsauswertung genadelt, das ist eine weniger gängigere Praxis weil sie zeitaufwändiger ist.

In der Akupunktmassage nach Penzel werden neben den Akupunkturpunkten auch die Meridiane selbst in die Therapie mit einbezogen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Akupunkturpunkt zu „bearbeiten“.

In Versuchen wurde festgestellt, dass die Aktivierung eines Punktes zum einen Bewusstsein und Fokussion erfordert, zum anderen die Aktivierung mit verschiedenen Techniken wie Moxibustion, das ist die Behandlung mittels einer Moxazigarre , Licht, elektrische Impulse, Stäbchen, Nadeln, Magneten und auch per Fingerdruck möglich ist.

Aromaöle können, auf den Punkt aufgetragen, dessen Wirkung verstärken (nicht erlaubt wenn gestochen wird!).

Interessant waren die erstaunlichen Ergebnisse: Auch die weniger stechenden Techniken erreichen ihr Ziel.

Das bringt uns zur möglichen Selbsthilfe:

In diesem Jahr beschreibe ich jeden Monat einen bewährten Akupressurpunkt zum Beispiel zur Schmerzlinderung mit Namen, Lage und Indikation. Damit du ihn sicher anwenden kannst. Ich hoffe, ich kann dir damit deinen Alltag erleichtern!

Die Akupunkturpunkte können mit Druck durch die eigenen Finger behandelt werden. Das nennt man Akupressur. Dafür sollte man in der Regel 2-3 Minuten fest auf den Punkt drücken. Wiederholungen sind sinnvoll und erwünscht.

 

Wie bei Allem was wirkt, mĂĽssen bestimmte Personengruppen erstmal RĂĽcksprache mit ihrem Mediziner/in halten.

Das sind: Menschen, die unter starker Medikation stehen, Menschen mit Hautschäden oder Hautverletzungen (nicht am Ort des Schadens akupressieren), Bluter und Menschen mit Gerinnungshemmern (blaue Flecke und Einblutungen möglich), Schwangere (Wehen!), Leute mit schweren Herz- Kreislauf Erkrankungen, Menschen mit akuten Organ-, Knochen- oder Muskelschäden, Personen mit schweren psychischen oder psychiatrischen Erkrankungen.

FĂĽr alle Anderen ist die Akupressur eine sichere und sanfte Technik um sich selbst zu helfen oder eine Behandlung sinnvoll zu unterstĂĽtzen.

Wie immer gilt: Wenn´s schlechter wird, nicht besser wird oder du nicht sicher bist – ab zum Doc!